Die Souks von Marrakesch, oder: Als Google Maps und ich unzertrennliche Freunde wurden

Wenn eine eine Reise tut, dann hat sie zu erzählen… aber zuerst tun es meist die Anderen in Form von Reisetipps.

Was habe ich Tipps bekommen. Ganz besonders zu den Souks. Ganz besonders für Frau alleine in den Souks. Bitte nicht böse sein. Natürlich waren sie allesamt gut gemeint.

Vom Messer in den Rücken gehalten bekommen, über Du wirst von den aufdringlichen Verkäufern in ihre Shops gezogen, stell keine Fragen, diese Verkäufer verfolgen dich. Mach ja keine Fotos, dafür wollen Sie Geld haben bis zu Einheimische gehen neben Dir her und verlangen dann Geld für ihre Führung durch die Souks und natürlich pass auf deine Sachen auf. Das Handy immer sicher in der Tasche verstauen, war alles dabei.

Den letzten Tipp habe ich schon nach 30 Metern über Board geworfen. 2 x um die Ecke in so einem Souk und du bis LOST. Totally and completely! So ähnlich muss es sich im mirkwood angefühlt haben. Und wie meinte damals schon Gandalf: Don’t loose the path, you’ll never find the way back (oder so ähnlich). Also habe ich mich mit dem Handy in der Hand von Google Maps durch das endlose Straßengewirr der Souks von Marrakesch navigieren lassen. Wir sind von diesem Moment an unzertrennliche Freunde geworden Google Maps und ich.

Die Holzdächer bieten angenehmen Schatten

All die Bilder in diesem Beitrag waren übrigens for free. Ich habe weder Schuhe, noch Lampen, Taschen, Gewürze oder Schmuck gekauft. In meinem wunderbaren, nicht vorhandenen Französisch habe ich gefragt, ob ich ein Foto machen darf. Als Dank hat ein „merci“ genügt. Die Antwort war entweder „de rien“ oder „avec plaisir“. Was keine Zahlungsaufforderung ist. Soviel Französisch kann ich dann schon.

Mir ist auch kein angeblicher einheimischer Souk-Führer gefolgt. Was vielleicht daran liegen mag, daß ich mir auf meinen Indienreisen ein „wenn ich nicht will, dann will ich nicht“ Gesicht angewöhnt habe.

Und wenn ich mich dann doch einmal für etwas interessiert habe (gekauft habe ich bis jetzt noch nichts), dann musste ich beim hilfsbereiten Verkäufer nachfragen. Aufdringlich war niemand.

Da mein Hostel, das Central House (auch hier ist der Name Programm), mitten in der Medina liegt, musste ich zwangsläufig täglich durch die Souks. Meist war das Ende meines Weges der Jemaa el-Fna. Der Platz der Geköpften. Zu diesem Platz später mehr.

Warum Google Maps und ich uns so toll anfreunden konnten liegt auch daran, daß ich mir immer sofort nach Ankunft am Airport eine local SIM-Karte kaufe. Unlimited Internet! Vorher informiere ich mich, welcher Mobilfunkanbieter im jeweiligen Land die beste Netzabdeckung hat. Die alleinereisende Frau sollte nie wirklich den Eindruck vermitteln lost zu sein. Das ist jetzt mein Tipp.

(Für Marokko hat meine Recherche Maroc Telecom ergeben. Stand 05/2025)

Anmerkung: Ich werde mehr querformatige Bilder machen. Das mit dem Hochformat kommt hier nicht so gut.

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