HAWA MAHAL – DER PALAST DER WINDE

953 klitzekleine Fensterchen sorgen für Ausblick und etwas Luftzirkulation. Daher der Name PALAST DER WINDE. Eigentlich sollte die Überschrift besser TRAPPED IN PARADISE heißen.

Blick in den Innenhof dem HAWA MAHAL

Der Hawa Mahal ist soetwas wie das erweiterte Fenster eines goldenen Käfigs. In diesem Fall des CITY PALACE. Für eine Frau der damaligen Zeit war die Hochzeit mit einem MAHARADSCHA Endstation goldener Käfig auf Lebenszeit. Und leider war damit in erster Linie seine Lebenszeit gemeint. Denn beim Tod ihres MAHRADSCHA hieß es für alle RANIS und KONKUBINEN JAUHAR zu begehen. Selbstverbrennung auf seinem Scheiterhaufen.

Ein künstlicher See sorgte für Frische – die Fontäne ist neu

Die RANIS durfte niemand ausserhalb des Palastes zu Gesicht bekommen. Vom CITY PALACE aus gibt es deshalb einen geschützen Gang zum HAWA MAHAL. Dass diese Frauen den Palast nie wieder verlassen durften versteht sich von selbst. Die Kunkubinen hatten es da etwas besser. Der Audio-Guide im AMBER FORT berichtete, dass ihre Gemächer eher im hinteren Teil des Forts lagen – mit direktem Zugang zu Aussenwelt. Hört sich ein bisschen wie Freigang an – dazu mehr im Post AMBER FORT.

Die Frauen des MAHARADSCHAS saßen hinter den winzigen Fensterchen. Dort hatten sie die Möglichkeit einen kleinen Blick in die Welt ausserhalb der Palastmauern zu erhaschen. Sie selbst blieben dabei unerkannt.

Das kleine Fenster zur Aussenwelt
Die Ranis blieben unerkannt

Ein Leben hinter dicken Palastmauern im goldenen Käfig. Für eine moderne europäische Frau heute undenkbar – oder doch nicht?

Man könnte jetzt sagen, diese Haremsdamen hatten doch alles was sie brauchten… noch dazu ein Leben in Luxus und Überluss. Nein! Sie hatten nicht alles was sie brauchten. Etwas wichtiges fehlte ihnen. Freiheit! Die Freiheit ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ihren eigenen Weg zu gehen. Im Harem wurden die Frauen gehalten. Man offerierte ihnen ein „besseres“ Leben. Selbstredend, dass sie nicht über ihren Aufenthalt mitbestimmen durften. Es war bequem. Noch heute ist er weit verbreitet, der Griff zur bequemen Frau. Waren es früher die Philipininnen, so sind es nun eher die Damen aus dem entfernten Osten. Doch Gott sei Dank gibt es auch unter ihnen emanzipierte, selbstbewusste Frauen. Ich durfte zuhause einige kennenlernen.

Liebe Frauen, reißt euer Fenster auf!

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